20.03.2011 – Stuttgart [Theaterhaus]

20.3.2011, Stuttgart, Theaterhaus

Guten Morgen, liebes Tagebuch, Es ist ein Wunder! Ich habe heute Nacht geschlafen. Ganze 7 Stunden am Stück! Wer jetzt allerdings denkt, ich wäre frisch und erholt, der irrt. Irgendwie fühl ich mich platter als die Tage davor, wahrscheinlich, weil der Körper mit einem Mal merkt, was ihm abgeht und seinen Tribut fordert. Aber noch mehr schlafen? Nein, das wäre auch wieder schade, ist doch wieder herrlichstes Frühlingswetter.

20.3.2011, Stuttgart, Theaterhaus

Guten Morgen, liebes Tagebuch,

Es ist ein Wunder! Ich habe heute Nacht geschlafen. Ganze 7 Stunden am Stück! Wer jetzt allerdings denkt, ich wäre frisch und erholt, der irrt. Irgendwie fühl ich mich platter als die Tage davor, wahrscheinlich, weil der Körper mit einem Mal merkt, was ihm abgeht und seinen Tribut fordert. Aber noch mehr schlafen? Nein, das wäre auch wieder schade, ist doch wieder herrlichstes Frühlingswetter.

Tanja
Tanja

Es heißt also aufstehen und ab ins Catering, wo die Rühreivariante heute mal ganz speziell ausfällt: Do it yourself! Dazu stehen ein paar Schüsseln mit Beilagen parat. Frühlingszwiebeln, Coctailtomaten, Schnittlauch, Schinken, Zwiebeln etc. Da kann man sich sein ganz persönliches Frühstückchen kredenzen. Eigentlich eine tolle Idee. Dumm nur, wenn man es wie Freddy macht und die rohen Eier in der Schüssel für hartgekochte hält. Und das Ei dann auch noch am Frühstückstisch aufschlägt…

Ich beziehe mit meinem Rechner den Backstageraum, in dem sich Anna schon aufs Sofa abgelegt hat. Sie hat nämlich einen fetzen Infekt erwischt und ist mit Halsweh und Co alles andere als gesegnet. Kopf auf Cara schlummert sie vor sich hin und ich baue so leise wie möglich mein Office auf.
Es gibt inzwischen in jeder Halle dieser Republik W-Lan und Internet ist überhaut kein Problem mehr. Vor ein paar Jahren noch waren wir mit diesen seltsamen UMTS-Sticks online, die Zeiten sind zum Glück vorbei. Nachteil beim gemeinsamer W-Lan-Nutzung gibt es allerdings auch: So läuft jedes Netz prima, wenn ich morgens meist allein oder zu zweit mit Mutti im Netz bin. Mit jedem weiteren Band- oder Crewmitglied geht das Ganze aber oft erstaunlich schnell in die Knie. Und heute ist es mal wieder besonders langsam. Da hilft nur eins: Raus aus dem www und ab in den Sherwood Forest.

Regelmäßige Pausen im Cateringbereich halten Leib und Seele zusammen und der Tag schreitet eilig voran bis zum Soundcheck. Wir spielen 3 Nummern an und überlassen die Bühne ein letztes Mal auf dieser Tour den Jungs von Burn.

Während die checken sind wir beim Abendessen und beginnen so langsam, uns auf heutigen Tourblockabschluss einzustimmen. Noch einmal Vollgas geben und dann ein wenig zuhause entspannen.

Der Abend kommt, das Theaterhaus ist ausverkauft und wir spielen in der Halle mit der schlimmsten Lüftung Deutschlands. Da denkst du auf der Bühne, du stehst im Nordwind so zugig ist es. Aber es tut der Stimmung keinen Abbruch, es wird ein lustiger Abend mit der einen oder anderen Panne, aber dafür ist auch alles live…

Nach der Show geht’s wieder raus zu den Fans, bis wir irgendwann noch im Catering versumpfen. Gegen 2 werden wir aus der Halle gekehrt und nach einem letzten Absacker verschwinde ich in meine Koje!

Hipp Höpp

Ducky