18.03.2011 – Saarbrücken [Garage]

18.3.2011, Saarbrücken, Garage Guten Morgen, liebes Tagebuch, heute Morgen gab es den Klassiker unter den 10 nervigsten Kojenschlaf-Beendern: Das Handy. Besonders beliebt ist das Handy desjenigen, der über einem schläft und zusätzlich zum extra laut eingestellten auch noch einen wahnsinnig innovativen Klingelton hat. Verzerrte E-Gitarre, Domglocken oder ähnliche Späße… Dazu muss natürlich in jedem Fall, falls man die Lärmattacke verschlafen sollte, noch der Vibrationsalarm an sein, um ja nichts zu verpassen! Ziemlich geil, wenn die gesamte Kojendecke über dir quasi als Resonanzplatte genutzt wird und Klingeln und Vibrieren zehnfach verstärkt an dich weiter gibt.
Es gibt also diese Menschen, die um 8 Uhr morgens Anrufe bekommen, dann erschrocken merken, dass es viel zu früh fürs Handy ist und es daraufhin ausschalten. Oder solche, die im 5 Minutentakt mit SMS befeuert werden, das Handy aber natürlich an bleibt…

18.3.2011, Saarbrücken, Garage

Guten Morgen, liebes Tagebuch,

heute Morgen gab es den Klassiker unter den 10 nervigsten Kojenschlaf-Beendern: Das Handy. Besonders beliebt ist das Handy desjenigen, der über einem schläft und zusätzlich zum extra laut eingestellten auch noch einen wahnsinnig innovativen Klingelton hat. Verzerrte E-Gitarre, Domglocken oder ähnliche Späße… Dazu muss natürlich in jedem Fall, falls man die Lärmattacke verschlafen sollte, noch der Vibrationsalarm an sein, um ja nichts zu verpassen! Ziemlich geil, wenn die gesamte Kojendecke über dir quasi als Resonanzplatte genutzt wird und Klingeln und Vibrieren zehnfach verstärkt an dich weiter gibt.
Es gibt also diese Menschen, die um 8 Uhr morgens Anrufe bekommen, dann erschrocken merken, dass es viel zu früh fürs Handy ist und es daraufhin ausschalten. Oder solche, die im 5 Minutentakt mit SMS befeuert werden, das Handy aber natürlich an bleibt…

Der Mausebaer ist muede
Der Mausebaer ist muede

So ist meine Nacht mal wieder viel zu früh rum und ich stehe auf, um nachzuzählen, wie viele graue Haare dazugekommen sind und um wie viele Zentimeter sich die Falten weiter in mein Gesicht gegraben haben. Zum Glück sehe ich im Spiegel nicht halb so schlecht aus, wie ich mich fühle und ich bin wieder versöhnt mit der Welt und all ihren Widrichkeiten…

Das Wetter ist heute mies, es regnet und ist kalt und in der Halle wird gerade der Müll vom Vorabend entsorgt. „Heimelige“ Stimmung macht sich breit und als erstes Utensil kommt mein dicker Kappu aus dem Koffer. Schön warm einkuscheln ist angesagt, bevor ich mich dem morgendlichen Rühreiritual widme. Das ist auf Tour zum Pflichtprogramm geworden und vergleichbar mit dem Tomatensaft im Flieger. Immer toll und lecker, aber irgendwie zuhause gar nicht mehr so überzeugend… Oder ein anderes Beispiel: Oft komme ich von Tour mit CDs heim, die ich unterwegs sensationell fand und mich zuhause dann frage: Warum eigentlich?!? Es stellt sich die Frage, ob Tourneen emotionaler Ausnahmezustand sind oder lediglich zu kurzfristiger sensorischer Umprogrammierung führen. Da muss ich mal Cese fragen , der kennt sich mit Programmieren aus…

Doch ich schweife ab: Ich will hier ja nicht philosophieren, sondern euch von meinem Tag erzählen…
Da das Wetter so wenig einladend in Saarbrücken ist, mache ich einen Ausflug in den Sherwood Forrest, hier scheint nämlich die Sonne! Unten in der Halle arbeiten die fleißigen Crew-Ameisen daran, einen 40-Tonner-Inhalt auf, neben und über einer Briefmarkenbühne unterzubringen. Ist die schon immer so klein gewesen oder bin ich gewachsen? Das wird eine kuschelige Angelegenheit heute!
Doch ich will nicht meckern, noch schlimmer ist es für die Jungs von Burn, die ihre Backline vor unserer aufbauen. Und DAS ist in der Tat sowas wie Tetris in Großformat. Aber sie bekommen es hin und haben auch noch Spaß dabei. Das ist Vorbildlich und wird mit einem extra Fleißbildchen belohnt!

Die Garage ist ausverkauft und die Luft hier drinnen wird eine ziemlich klebrige Angelegenheit. Wir ziehen uns um, treffen uns hinter der Bühne und legen los. Gefühlte 60 Grad hat es hier oben und die Lungen schnappen nach frischer Luft, die es nicht gibt. Nach kurzer Zeit bin ich tropfnass, aber es macht riesen Spass, das Publikum ist gut gelaunt und wir ebenfalls. So feiern wir ein weiteres Konzert samt Autogrammstunde danach, bis es wieder backstage geht und wir noch bei einem Absacker beisammen sitzen.
Schließlich heißt es für uns alle an Bord zu gehen, Mutti Dirk hat dabei noch den heiklen Job, Matthias aus dem Gedränge der Disko, die jetzt in der Halle läuft, zu fischen und ebenfalls in den Bus zu bringen.
Mich ruft die Koje und eins kann ich euch schon vorab verraten: Es wird weiter gehen mit der Rurik „morgendliche Störenfriede….“

In diesem Sinne

Hipp Höpp

Ducky