11.03.2011 – Berlin [C-Halle]

11.3.2011, Berlin, C-Halle

Guten Morgen liebes Tagebuch,

als ich erwache, ist strahlender Sonnenschein. Heute heißt es etwas früher aufstehen und noch etwas von Berlin mitbekommen. Dummerweise schlafe ich endlich ein, als der Bus steht und wache erst um halb 11 wieder auf.
Jetzt aber schnell raus aus der und ab in den Backstagebereich, wo ein fürstliches Frühstück auf uns wartet. Nicht nur tolles Essen, sondern allerlei technische Spielereien, wie zum Beispiel einen überdimensionalen Entsafter mit einem Korb Gemüse daneben. Da macht man sich allein wegen dem großen Entsaftungsspaß einen gesunden Gemüsedrink… Bei mir wird es eine Latte Karotte – rote Beete. So gestärkt kann er kommen, der Tag!

C-Halle
C-Halle

Wir machen einen lustigen Bandausflug durch Berlin, sind dann rechtzeitig zum Soundcheck wieder an der Halle. In der spielen wir übrigens das erste Mal heute, bisher waren wir im Huxleys. Und eines weiß ich sehr schnell: Die C-Halle, die früher Columbiahalle hieß, mag ich deutlich lieber!
Erstaunlich für Berlin sind wir auch alle gesund, sogar Stefan hat ordentlichen Appetit und keiner hat vor, sich den Abend noch einmal durch den Kopf gehen zu lassen… Hallo Berlin, das wird eine ganz normale Show heute ohne Sanieinsatz…

Am Nachmittag bekommen wir noch Besuch von der Band „Last Doorway“, die hier aus Berlin kommen und eine gewisse Bekanntheit erreicht haben, weil sie ein wirklich gutes Cover von „dein Anblick“ aufgenommen und als Video bei Youtube reingestellt haben. Wir führen sie ein wenig hinter die Kulissen und zeigen ihnen Bühne, Bus und Technik.

Auch sonst haben sich heute alte Bekannte angesagt, Daniel zum Beispiel, vor vielen Jahren Gitarrist bei „Nachtschicht“, in der Thomas damals sang, und der wie wir Gründungsmitglied von WETO war. Irgendwann trennten sich die Wege, aber letztendlich kann man diesem Mann die Band WETO und dadurch auch Schandmaul zumindest zu einem Teil auf die Fahnen schreiben. Er ist jetzt Weinhändler in Berlin und über Facebook haben wir uns wiedergefunden. Und es gibt so einiges zu erzählen vor und nach der Show…

Doch der Reihe nach:
Erst mal gibt es Abendessen. Und was für eins! War das Catering bis her durchwegs gut ist es heute sensationell! Schade, dass vor der Show besser verhaltenes Essen angesagt ist…
Dann sind Rawkfist an der Reihe und eröffnen den Abend. Derweil ist unser Freund und Produzent Trosi eingelaufen und freut sich über ein Wiedersehen. Ein richtiges Familientreffen heute!
Entsprechend entspannt und gut gelaunt gehen wir auf die Bühne und feiern mit den Berlinern ein Feuerwerk an Hochstimmung! Das fetzt!
Nach einer kurzen Hygienisierung gehen wir wie immer raus zu den Fans und stürzen uns in den Autogramm- und Fotomarathon. Es ist immer wieder schön, nach einem Konzert in so viele glückliche Gesichter zu sehen. DAS ist es doch, was man letztendlich erreichen will!

Backstage wird es dann noch gemütlich mit den vielen bekannten Gesichtern und recht spät, zumindest für MEINE Verhältnisse steige ich gegen halb 3 in den Bus. Jetzt schnell in die Koje und die zwei Stunden nutzen, die unser Gefährt noch stehen bleibt. Denn wie ihr inzwischen wisst gibt es eine einfache Ducky’sche Gleichung: Bus steht = schlafen, Bus fährt = wachen…

In diesem Sinne!

Hipp Höpp

Ducky