03.03.2011 – Zürich [Volkshaus]

03.03.2011 – Zürich [Volkshaus]
Guten Morgen liebes Tagebuch, die Nacht heute verlief erfreulich angenehm, denn der Bus stand die meiste Zeit am Parkplatz und wir machen uns erst so gegen 7 Uhr auf den Weg nach Zürich. An dieser Stelle muss ich etwas ausholen:
Es gibt grundsätzlich zwei Kategorien von Nightlinerschläfern.Yesterday we had a great show in Z rich. After the first step back on stage a day before in Bern after 17 months without any live gig, we are ready now to go on with our „Traumt nzer“-tour the next weeks. See you somewhere!

03.03.2011 – Zürich [Volkshaus]

Guten Morgen liebes Tagebuch, die Nacht heute verlief erfreulich angenehm, denn der Bus stand die meiste Zeit am Parkplatz und wir machen uns erst so gegen 7 Uhr auf den Weg nach Zürich. An dieser Stelle muss ich etwas ausholen:
Schwein gehabt
Es gibt grundsätzlich zwei Kategorien von Nightlinerschläfern. Die einen können am besten schlafen, wenn der Motor läuft und das Gefährt rollt und am besten auch noch über schlechte Straßen. Sogenanntes Schlafhoppeln… Die anderen – und dazu gehöre ich – finden Motorbrummen und Schlaglochhoppeln gar nicht toll und schlafen eher wenn der Bus steht gut. Was des einen Freud ist, ist also des anderen Leid und so wechselt man sich morgens immer schön ab, wer nun ausgeschlafen ist und wer nicht. Eine Ausnahme gibt es dabei: Den Immerundüberallschläfer. Wenn er eingeschlafen ist – egal wo und egal in welcher Position – bekommt ihn keine Bombe mehr wach. Seinen komatösen Zustand verkündet er durch übernatürliches Schnarchen an seine Umgebung… Jetzt seid ihr voll Im Bilde!

Nach einer für MICH also ruhigen und erholsamen Nacht erreichen wir gegen 9 Uhr morgens das Volkshaus in Zürich. Netter Laden mit großer Bühne und interessanter Stromkonstruktion. Sobald man eine Lampe zu viel einschaltet bleibt dem Nightliner vor der Tür der Saft weg. Und ein herrlicher Grundbrumm liegt wie ein Bordun über allen Geräten. Das ist nicht schön, aber auch nicht weiter schlimm, man kann das Störgeräusch mit gezielten Lärmattaken prima überspielen.
Soundcheck darf im Volkshaus erst um 17 Uhr beginnen, da die Lautstärke vorher wohl irgendwen in seinem Büroschlaf stört. So bleibt uns nicht viel Zeit, denn gegen 17.45 Uhr werden wir zu einer Autogrammstunde in einem Fledermausladen abgeholt. Da es heute kein Catering gibt, sondern jeder ein paar Franken vom Veranstalter in die Hand gedrückt bekommt, wollen wir gerade aufbrechen zum Abendessen, als noch ein Interview mit Filmkamera stattfindet, von dem niemand wusste. Ok, das nehmen wir auch noch mit und so setzen wir uns schließlich ins Nobelrestaurant am Volkshaus und bestellen, was die Karte für 30 Franken – das ist alles was jeder in dieser Währung hat – so hergibt. Das ist nicht unbedingt viel und der Kellner ist sichtlich irritiert, als kaum einer etwas trinken oder eine Vorspeise möchte. Meine Pasta ist sehr lecker, allerdings mit so viel Knoblauch gespickt, dass ich mich selber nicht mehr riechen kann.
Es bleibt nach dem Essen gerade noch Zeit zum Umziehen, dann ist auch schon Showtime und diesmal höre ich mich sogar! Die größere Bühne heute mit allen Risern und Treppen versehen animiert nochmal mehr und wir spüren, wie der Motor wieder auf Touren kommt. So macht das Spaß!
Nachdem wir mit den Zürichern das Haus gerockt haben, duschen wir kurz, ziehen uns um und gehen nochmal raus zu den Fans, geben Autogramme, machen Fotos und stehen für den einen oder anderen Schnack zur Verfügung, bis schließlich auch der Vorraum von der Security geleert wird und wir uns in den Backstagebereich zurückziehen. Hier trinken wir mit den Halunken noch einen Absacker und schon brechen wir wieder auf. 600 Kilometer nach Graz, das bedeutet mit Bus rund 9 Stunden Fahrt. Was das für mich und meinen Schlaf bedeutet, wisst ihr ja jetzt…

Hipp Höpp

Ducky