02.03.2011 – Bern [Bierhübli]

02.03.2011 – Bern [Bierhübli]
Guten Morgen liebes Tagebuch, ich musste tatsächlich etwas suchen, um dich wieder zu finden. So lange lagst du tatsächlich noch nie in der Schublade! Stau bedeckt deinen Buchdeckel und so säubere ich erst einmal den Deckel. 17 Monate kein Konzert und damit kein Tourbericht! Eine verdammt lange Zeit!

02.03.2011 – Bern [Bierhübli]
Guten Morgen liebes Tagebuch,
ich musste tatsächlich etwas suchen, um dich wieder zu finden. So lange lagst du tatsächlich noch nie in der Schublade! Stau bedeckt deinen Buchdeckel und so säubere ich erst einmal den Deckel. 17 Monate kein Konzert und damit kein Tourbericht! Eine verdammt lange Zeit!

Und was alles passiert ist! Eine neue CD haben wir komponiert, arrangiert und zu guter Letzt aufgenommen, gemischt und auf den Markt gebracht. Platz 4 in den deutschen Albumcharts hat sie uns beschert. Stefan hat geheiratet, Bifi ist Mama geworden und ich selber Papa.

Und jetzt stehen wir hier nach diesem doch sehr ereignisreichen Jahr, schauen zurück und holen tief Luft für unser Bühnencomeback. Ja, wir scharren in der Tat schon mit den Hufen und freuen uns bereits seit den Proben des neuen Programms tierisch auf die Livekonzerte.

Nightlinerluft konnten wir ja bereits bei unserer kurzen Releasepartyrutsche quer durch die Republik schnuppern, trotzdem ist es natürlich etwas ganz anderes, mit der ganzen Crew und dem Truck im Schlepptau wieder auf der Straße zu sein.

Am Vorabend zur ersten Show – mal wieder in der Schweiz – besteigen wir den grauen Doppelstock mit dem riesigen Schandmaul-Schriftzug an den Seiten und machen uns auf nach Bern ins Bierhübli. Bevor wir das erreichen, müssen wir aber geshuttelt werden, denn weder Bus noch Truck kommen in die enge Straße. Die Crew freut sich immer besonders, wenn der 40-Tonner in kleine Sprinter umgeladen werden darf. Kommt zum Glück nicht besonders häufig vor…

Der erste Tag beginnt sehr geschäftig. Es gibt noch einiges in Cases zu schrauben, sich auf den Touralltag einzustimmen, Garderobencases zu befüllen und so weiter und so fort. Heute ist die kleinste Bühne auf dieser Tour und es ist nicht möglich, irgendwelche Riser oder Bühnenaufbauten unterzubringen.

Birgits Wohnmobil steht auch schon vor der Halle und so ist die gesamte Band trotz Babyalarm am Start!

Zum Soundcheck treffen wir uns dann auf der Bühne und alles läuft normal – noch…

Nach ausgiebigem Check verlassen wir die Bretter und erfreuen uns am Catering, bis es schließlich soweit ist und die Vorband „Königshalunken“ ihre Show beginnen.

Wir ziehen uns derweil um, stoßen an, machen unseren Händekreis und schon geht’s los. Das erste Konzert seit 17 Monaten Pause vom Livegeschäft. Für mich persönlich wird es ein fulminanter Auftakt, denn es passiert so ziemlich alles, was nicht passieren sollte:

Zunächst fällt immer wieder eine Seite meines In-Ear Monitors aus. Gut, das ist nicht schön, geht aber zur Not noch. Schließlich ist es ganz tot und ich höre nichts mehr. In so einem Fall beginnt hektisches Treiben neben der Bühne. Backliner und Monitormann versuchen, den Fehler zu finden oder, wenn das nicht geklärt werden kann, eine Alternative an den Start zu stellen. Das dauert alles seine Zeit und derweil ist Blindflug angesagt. Als weder Ersatzsender noch Ersatzohrhörer funktionieren bekomme ich von Cese eine gute alte Monitorbox vor mich gestellt. Ich kann mich jetzt endlich hören und Anna hat eine prima Stolperfalle im Weg, die sie dauerhaft und zielsicher verwendet.

Wer nun denkt, das war es an diesem Tag mit Pleiten, Pech und Pannen gewesen, der irrt…

Anscheinend haben die Akkus für die Gitarrensender in ihrem Jahr Pause gelitten und so fällt dann auch noch zweimal das Instrument aus. Murdock rotiert und nach anfänglicher Frustration beschließe ich, das Ganze mit Humor zu nehmen und genieße ab diesem Zeitpunkt die Show. Auf Stefans Beckenattacken an meine nunmehr ungeschützten Trommelfelle reagiere ich spontan mit einem amtlichen Monitor-Gitarrenbrett und good old Rock’n Roll hat schließlich auch was für sich J. Der neue Framus-Amp ist ein Traum und die beiden neuen Glampfen ebenso. Jetzt muss nur noch der Rest ordnungsgemäß funktionieren, dann wird das eine großartige Tour!

Hipp Höpp
Ducky

Guten Morgen, liebes Tagebuch,

ich musste tatsächlich etwas suchen, um dich wieder zu finden. So lange lagst du tatsächlich noch nie in der Schublade! Stau bedeckt deinen Buchdeckel und so säubere ich erst einmal den Deckel. 17 Monate kein Konzert und damit kein Tourbericht! Eine verdammt lange Zeit!

Und was alles passiert ist! Eine neue CD haben wir komponiert, arrangiert und zu guter Letzt aufgenommen, gemischt und auf den Markt gebracht. Platz 4 in den deutschen Albumcharts hat sie uns beschert. Stefan hat geheiratet, Bifi ist Mama geworden und ich selber Papa.

Und jetzt stehen wir hier nach diesem doch sehr ereignisreichen Jahr, schauen zurück und holen tief Luft für unser Bühnencomeback. Ja, wir scharren in der Tat schon mit den Hufen und freuen uns bereits seit den Proben des neuen Programms tierisch auf die Livekonzerte.

Nightlinerluft konnten wir ja bereits bei unserer kurzen Releasepartyrutsche quer durch die Republik schnuppern, trotzdem ist es natürlich etwas ganz anderes, mit der ganzen Crew und dem Truck im Schlepptau wieder auf der Straße zu sein.

Am Vorabend zur ersten Show – mal wieder in der Schweiz – besteigen wir den grauen Doppelstock mit dem riesigen Schandmaul-Schriftzug an den Seiten und machen uns auf nach Bern ins Bierhübli. Bevor wir das erreichen, müssen wir aber geshuttelt werden, denn weder Bus noch Truck kommen in die enge Straße. Die Crew freut sich immer besonders, wenn der 40-Tonner in kleine Sprinter umgeladen werden darf. Kommt zum Glück nicht besonders häufig vor…

Der erste Tag beginnt sehr geschäftig. Es gibt noch einiges in Cases zu schrauben, sich auf den Touralltag einzustimmen, Garderobencases zu befüllen und so weiter und so fort. Heute ist die kleinste Bühne auf dieser Tour und es ist nicht möglich, irgendwelche Riser oder Bühnenaufbauten unterzubringen.

Birgits Wohnmobil steht auch schon vor der Halle und so ist die gesamte Band trotz Babyalarm am Start!

Zum Soundcheck treffen wir uns dann auf der Bühne und alles läuft normal – noch…

Nach ausgiebigem Check verlassen wir die Bretter und erfreuen uns am Catering, bis es schließlich soweit ist und die Vorband „Königshalunken“ ihre Show beginnen.

Wir ziehen uns derweil um, stoßen an, machen unseren Händekreis und schon geht’s los. Das erste Konzert seit 17 Monaten Pause vom Livegeschäft. Für mich persönlich wird es ein fulminanter Auftakt, denn es passiert so ziemlich alles, was nicht passieren sollte:

Zunächst fällt immer wieder eine Seite meines In-Ear Monitors aus. Gut, das ist nicht schön, geht aber zur Not noch. Schließlich ist es ganz tot und ich höre nichts mehr. In so einem Fall beginnt hektisches Treiben neben der Bühne. Backliner und Monitormann versuchen, den Fehler zu finden oder, wenn das nicht geklärt werden kann, eine Alternative an den Start zu stellen. Das dauert alles seine Zeit und derweil ist Blindflug angesagt. Als weder Ersatzsender noch Ersatzohrhörer funktionieren bekomme ich von Cese eine gute alte Monitorbox vor mich gestellt. Ich kann mich jetzt endlich hören und Anna hat eine prima Stolperfalle im Weg, die sie dauerhaft und zielsicher verwendet.

Wer nun denkt, das war es an diesem Tag mit Pleiten, Pech und Pannen gewesen, der irrt…

Anscheinend haben die Akkus für die Gitarrensender in ihrem Jahr Pause gelitten und so fällt dann auch noch zweimal das Instrument aus. Murdock rotiert und nach anfänglicher Frustration beschließe ich, das Ganze mit Humor zu nehmen und genieße ab diesem Zeitpunkt die Show. Auf Stefans Beckenattacken an meine nunmehr ungeschützten Trommelfelle reagiere ich spontan mit einem amtlichen Monitor-Gitarrenbrett und good old Rock’n Roll hat schließlich auch was für sich J. Der neue Framus-Amp ist ein Traum und die beiden neuen Glampfen ebenso. Jetzt muss nur noch der Rest ordnungsgemäß funktionieren, dann wird das eine großartige Tour!

Hipp Höpp
Ducky