3.4.2014 Dresden, Alter Schlachthof

3.4.2014 Dresden, Alter Schlachthof

Guten Morgen, liebes Tagebuch!

Und weiter geht’s mit dem 1. SC Handmaul durch die Republik. Diesmal gab’s keine allzu lange Pause. Sonntag ging es heim und Mittwochabend ist Treffpunkt und Abfahrt nach Dresden.
Der Nightliner läuft ein und es geht wieder los! Ein paar Erfrischungsgetränke und etliche Gespräche später ruft mich meine Koje und ich werde in Dresden von strahlendem Sonnenschein geweckt. Es entwickelt sich heute ein kleiner interner Wettbewerb, wer es am längsten im freien aushält, ohne zu zerlaufen…
Doch zunächst heißt es frühstücken! Der alte Schlachthof ist immer eine herrliche Konstante, ein bisschen ist es, als würde die Zeit still stehen. Die Halle ist irgendwie charmant, das Personal von Küche bis Hand immer gleich und man kennt sich über die Jahre. Nach Rührei und Co baue ich meinen Rechner auf und stürze mich in die Weiten des WWW. Viele Mails und Fanfragen gibt es heute wieder zu beantworten und ich schaue, dass ich nicht den Überblick verliere.

Drei Flaschen
Drei Flaschen

Dafür ist der restliche Tag einfach chillig. Kein Meet & Greet, keine Interviews, und auch sonst nicht viel. Ich setze mich ein Stündchen in die Sonne, packe mir das Hörbuch Eragon 2 aufs Ohr und mache ausnahmsweise einmal nichts. Das tut gut! Dann telefoniere ich mit Mutti Dirk und Backliner Micha, die beide auf diesem Block nicht dabei sind und ich einfach wissen möchte, wie es ihnen geht. Außerdem fehlt dem Tag sonst eine Konstante und das ist zumindest in diesem Fall leicht zu ändern. Für die beiden sind jetzt Paddy und Danny am Start.

Eine weitere Konstante ist das kleinen intime Meeting Punkt 14 Uhr am FOH-Platz, wo wir auf den kommenden Tag anstoßen.

Dann ist es schon Zeit für den Soundcheck. Der geht schnell von Statten, schon allein, um Thomas Stimme zu schonen, die ein wenig angeschlagen ist.

Dann kommt Bifi zu mir und es wird Zeit für den Großeinsatz von Dr. Ducksteins mobilem Nagelstudio. Zur Erklärung: Der Gitarrist an sich braucht rechts (so er denn Rechtshänder ist…) lange und stabile Fingernägel für die Folkpickings. Es gibt genug Widrichkeiten, die die Nägel abbrechen lassen. Dagegen habe ich ein Gelset, das man in verschiedenen Schichten auf den Nagel aufträgt und dann unter einer kleinen UV-Lampe aushärtet. Die Nägel werden dadurch bombenhart. Birgit hat sich einen Daumennagel abgerissen, den braucht sie aber für irgendwelche Flötenüberblastechniken und so starten wir einen Feldversuch. Ich habe bisher nur vorhandene Nägel verstärkt, aber noch nie künstlich verlängert. Aus einem Pringles-Deckel bastel ich also eine Schablone und es funktioniert wunderbar! Meine erste künstliche Nagelverlängerung funktioniert. Gut zu wissen und den Pringles-Deckel packe ich mir sofort ein! Ich glaube, ein Außenstehender würde sich backstage bei uns manchmal sehr erstaunt umschauen…

Um halb 6 gibt es wie immer Abendessen und wie immer in Dresden bestellt man sich seine Auswahl der Hauptspeise beim Küchenpersonal. Es schmeckt sensationell und man muss gut aufpassen, nicht zu viel nachzulegen vor der Show. Voller Bauch und Bühne geht gar nicht!

Heute geht alles etwas früher los, die Kammer spielt schon um 19.45h und wir bereits um 20.50h.
Es ist knalle heiß in der Halle und wir stimmen uns auf die Show ein. Musik an, anstoßen, eingrooven, Händekreis und raus auf die Bretter. Super Stimmung und die Stimme vom Sänger hält auch durch. 2 Stunden Party und Biosauna sind angesagt!
Aus gesundheitlichen Gründen bleibt Thomas nach der Show backstage, wir anderen kommen wie immer noch raus zu den Fans und machen Fotos und geben Autogramme.
Besuch von vielen netten Bekannten haben wir auch, unter anderem die Damen und Herren aus dem Video „Euch zum Geleit“. Wir sitzen noch lange zusammen, bis die Halle geräumt wird und wir uns auf die Reise bzw. den Kurztrip nach Berlin machen. Ins Bundeshauptdorf, wie Monique immer sagt.

Bis dann!

Hipp Höpp

Ducky